Imkerverein Nordschaumburg

Der Imkerverein Nordschaumburg stellt sich vor.

 

Bienen-Schaukasten

 

Der Imkerverein Nord-Schaumburg stellt in diesem Jahr im Mai zum 3. Mal einen Bienen-Schaukasten im Garten der Sinne in Rehren auf. Er will damit einen Beitrag zur Förderung von Umweltbewusstsein und Naturverbundenheit leisten.

 

Der Schaukasten wird mit einem kleinen Bienenschwarm, einem sogenannten Fegling, bestückt. Der Fegling wird von einem starken Bienenvolk abgenommen, indem man die Bienen von ca 5 Waben abfegt. Daher der Name Fegling. Vorher muss aber noch die Königin in dem Volk gesucht werden. Das ist gar nicht so einfach. Das starke Bienenvolk besteht nämlich Ende Mai aus ca. 40.000 bis 60.000 Bienen. Davon sind 1/3 auf Nektarsuche, 1/3 im Honigraum und der Rest im Brutraum, in dem sich die Königin befindet.

Der Imker muss also zwischen ca. 17.000 Bienen die Königin finden, die etwas größer ist als die Bienen, die Arbeiterinnen genannt werden. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, zwischen den krabbelnden Arbeiterinnen die Königin zu finden. Nun fragt man sich,was macht das starke Volk ohne Königin. Das alte Volk beginnt sofort mit der Aufzucht von Weiselzellen, aus denen bereits nach 16 Tagen neue Königinnen schlupfen.

 

Der Schaukasten hat 2 Rähmchen. Der unterste Rahmen wird mit einer Mittelwand versehen, die dieses kleine Bienenvolk zunächst einmal selbst zu einer Brutwabe ausbauen muss. Erst dann kann die Königin mit der Eiablage beginnen. Im Mai, wenn die Natur aufblüht und die Bienen reichlich Nektar und Pollen finden, ist in 2 Tagen so eine Wabe fertig. Es werden von den Bienen Zelle an Zelle gebaut. Alle Zellen haben die gleichen Abmessungen und die Form eines Sechsecks. Das können diese kleinen Lebewesen ganz ohne  Zollstock und Zirkel in der Dunkelheit des Bienenstocks erstellen. Das zweite Rähmchen wird leer eingehängt. Hier können die Bienen Waben bauen wie es ihnen gefällt. In der nächsten Tagen können wir das Ergebnis betrachten.

Jede Biene hat in einem Bienenvolk seinen Arbeitsplatz, ob als Nektarsammlerin, Polizist, Nektarverarbeiterin, Brutpflegerin oder  Reinigungskraft. Das alles funktioniert  reibungslos und harmonisch. Nicht umsonst nennt man die Bienen ja auch ein Wunder der Natur.

Aber ohne uns Imker wären die Bienen wahrscheinlich bereits ausgestorben, denn die eingeschleppten Krankheiten können nur durch uns Imker weitgehendst bekämpft werden.

 

Bis Ende August wird der Schaukasten hier in Rehren noch zu besichtigen sein. Bereits Ende Juli, wenn nur noch sehr wenige Blüten in Feld und Flur vorhanden sind, finden die Bienen zu wenig Nektar und Pollen und müssen vom Imker mit Zucker gefüttert werden. Dieses kleine Volk muss dann später mit einem starken Volk vereinigt werden, damit es den Winter übersteht.

 

Wir Imker hoffen, dass auch in diesem Jahr das Interesse an dem kleinen Bienenvolk so groß sein wird wie im letzten Jahr. Am Schaukasten kann man das Leben der Bienen hinter der Glasscheibe wunderbar betrachten. Die Königin ist mit einem weißen Punkt gekennzeichnet und somit leicht zu finden.

An alle interessierten Imker und die, die es werden wollen:

Scheut euch nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Sendet uns eine Nachricht und wir melden uns zurück.

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