Die Verlässliche Grundschule in Haste (Bild rechts), mit 12 Klassen und 16 Lehrern, unterrichtet, erzieht und betreut die Kinder aus den Gemeinden Haste, Hohnhorst und Suthfeld. (Stand 2010)

Die Kinder aus Haste müssen zunächst die Küsterschule in Hohnhorst besuchen. Im Jahre 1985 plant die Gemeinde Haste eine Schule mit einer Lehrerwohnung und einem Klassenraum an der Hauptstraße zu bauen und stellt einen Bauplatz dafür zur Verfügung. Von 1986 bis 1957 werden dort die Haster Kinder unterrichtet. Nach dem Umzug in die neue Schule im Ortsteil Waldfrieden nutzt die Gemeindeverwaltung einige Jahre das Gebäude, bis es in Privatbesitz übergeben wird. 

 Eine kleine Chronik

1886 im November wird die neue Schule an der Hauptstraße für 65 Schüler eingeweiht.
1891 wird der Schulverbund mit Hohnhorst aufgelöst.
1897 wird der Lehrer Wilhelm Zeis aus Kassel in sein Amt eingeführt.
1902 werden Reparatur- und Umbauarbeiten am Schulhaus durchgeführt.
1904 hat die Schule keinen eigenen Lehrer. Für 2-3 Stunden Unterricht finden sich drei Herren aus der Umgebung.
1908 wird der Obstgarten vom Schulhof durch einen Zaun getrennt.
1909 erhält die Schulstube einen neuen Ofen.
1910 wird ein Schulvorstand unter Vorsitz des Bürgermeisters Engelking gebildet.
1910 gehen 93 Kinder zum Unterricht. Die Schule erhält Bälle, ein Ziehtau und ein Barren für Sport und Spiel.
1911 erhält die Schule einige neue Schulbänke.
1912 nehmen 70 Kinder aus Haste an einem Spielfest in Rodenberg teil. Dazu wird eine Schulfahne aus Spenden angeschafft.
1913 wird für die Schule ein neuer, dreijähriger Haushaltsplan aufgestellt.
1914 sieht die neue Ferienordnung 80 Tage/Schuljahr vor. Das Schuljahr endet im Juli noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
1917 in Haste werden 72 Kinder an nur vier Tagen/Woche unterrichtet, in allen Orten werden Lehrervertretungen benötigt.
1918 muss wegen Papiermangels und aus Kostengründen wieder auf der Schiefertafel geschrieben werden.
1919 wird in der Schule wieder voller Unterreicht erteilt.
1920 gehen 80 Kinder zur Schule, ein Schulvorstand und ein Elternbeirat werden gewählt.
1922 wird eine elektrische Anlage mit 12 Leuchten und einem Steckkontakt im Schulhaus eingebaut.
1922 Eine Geige für den Musikunterricht wird angeschafft.
1922 werdeb die Ortsteile Wilhelmsdorf und Waldfrieden aus dem Forstgutbezirk in den Schulverband in Haste aufgenommen.
1923 gelten mit Verfügung des Kultusministers alle Schulen mit mehr als 60 Kindern je Lehrkraft als überfüllt, Haste hat 63 Schüler.
1923  werden infolge der Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich Kinder aus Gelsenkirchen in die Schule aufgenommen.
1924 wird eine Reinigungskraft für die Schule beauftragt, zuvor haben Kindern zwei Jahre lang diese Arbeiten durchgeführt.
1924 Die Schülerzahl sinkt auf 54 Kinder. Zum Jahresende finden ärztliche Untersuchungen der Schulkinder statt.
1925 finden in Sachsenhagen die Reichsjugendwettkämpfe für Nordschaumburgs Schulen statt.
1927 wird eine zweite Lehrerstelle eingerichtet. Unterricht wird vor- und nachmittags in einem Unterrichtsraum abgehalten.
1933 wird ein zweiter Unterrichtsraum eingerichtet. Während der Bauzeit erfolgt der Unterricht im Haus der Fam. Matthias.
1933 werden zwei Fahnenmasten auf dem Schulhof errichtet, um die neu angeschafften Fahnen aufzuziehen.
1933 Viele Jungen treten in das Jungvolk ein, braune Uniformen ergeben bald ein buntes Klassenbild.
1940 Schließung der Schule wegen des strengen Winters bis März  1941. Heizmaterial der Schule wird an Haushalte abgegeben.
1941 führt die Arbeit der Kinder in der Landwirtschaft zu schulischen Leistungsbeinträchtigungen. Ernteferien werden eingeführt.
1942 gehört es zu den besonderen Aufgaben der Schuljugend Heilpflanzen und Altstoffe zu sammeln.
1945 werden zunächst auf Anordnung der Militärregierung alle Schulen geschlossen.
1946 wird im April wieder der Unterricht aufgenommen.
1946 zunächst führt Frl. Bisanz die Schule allein bis Lehrer Kassel die Berufung in den Schuldienst nach Haste erhält.
1946 Die früheren Lehrer, Herr Asche und Herr Ulrich sind außer Dienst.
1946 Durch Flüchtlinge und Vertriebene ist die Kinderzahl der Schule auf 172 angewachsen.
1947 wird zur Verbesserung der Ernährungssituation von der britischen Militärregierung die Schulspeisung eingeführt.
1947 wird die Versorgung der Kinder als sogenannte Hoover-Speisung bis 1950 fortgeführt
1948 wird eine dritte Lehrerstelle eingerichtet.
1949 ist die Schülerzahl auf 203 angewachsen, eine vierte Lehrerstelle wird eingerichtet und der Schulhof wird vergrößert.
1949 wird Herr Asche wieder in seine frühere Stelle als Lehrer eingesetzt.
1949 unterrichten außer Herrn Asche, Herr August Bergmann, Frau Wilma Bremer und Herr Hentschel als kath. Religionslehrer.
1950 werden in zwei Klassenräumen mit 110 Plätzen 215 Kinder unterrichtet.
1950 werden Schutzimpfungen gegen Pocken, Scharlach und Diphtherie sowie Tuberkulose werden in der Schule durchgeführt.
1951 wird Hans Asche zum Hauptlehrer ernannt. Wegen vieler Erkrankungen an Kinderlähmung fallen die Bundesjugendspiele aus.
1954 wird der Kaufvertrag für den Ankauf eines neuen Schulgeländes genehmigt.
1956 besuchen 141 Kinder die Schule in Haste.
1956 kann die Gemeinde von der Forstverwaltung ein Baugelände in Waldfrieden für den Bau einer neuen Schule erwerben.
1957 wird mit dem Bau der neuen Volksschule mit vier Klassen und Nebenräumen sowie einer Hausmeisterwohnung begonnen.
1957 wird im Mai der Grundstein gelegt und bereits im Juli ist Richtfest.
1957 sollen in einem zweiten Bauabschnitt weitere Klassenräume und Lehrerwohnungen nach Bedarf errichtet werden.
1958 nachdem die Schule in der Schulstraße bezogen ist, zieht die Gemeindeverwaltung in die alte Schule ein.
1958 gibt es erste Gespräche über die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die umliegenden Gemeinden.
1958 werden neue Lehrmittel z.B. Nähmaschine, Projektor, Nachschlagewerk, Bälle usw. beschafft.
1958 finden auf dem Sportplatz der neuen Schule erstmalig die Bundesjugendspiele statt.
1959 besuchen 162 Kinder die Schule. Pflege der Instrumentalmusik wird in das Unterrichtsangebot aufgenommen.
1961 entsteht die Gemeinschaftsschule. Die Klassen 5-8 aus Helsinghausen und  7-8 aus Rehren A/R besuchen die Haster Schule.
1962 die Schule wird Mittelpunktschule für Haste, Helsinghausen, Hohnhorst, Rehren A/R und Idensermoor-Niengraben.
1962 werden erst die 4. Klassen, später sollen auch Oberstufen in der Mittelpunktschule unterrichtet werden.
1963 im strengen Winter sind zeitweilig die Hälfte der Kinder an Grippe und Masern erkrankt.
1963 Fräulein Reich, die seit 1958 Vertreterin des Schulleiters ist, wird zur Konrektorin ernannt.
1964 die Schule erwirbt ein gebrauchtes Klavier. Die alte Geige kann nun verabschiedet werden.
1966 ein Schulbusbetrieb für die Kinder aus Nordbruch, Rehrwiehe und Rehren A/R wird eingerichtet.
1967 endet das Kurzschuljahr im Juli. Ab jetzt werden die Kinder nach den Sommerferien eingeschult.
1967 wird die Schule wird von 141 Jungen und 147 Mädchen besucht.
1967 entrümpeln die Oberstufen mit Oberförster Frohse den nach Kolenfeld gelegenen Forst und beladen zwei große Wagen.
1968 plant die Gemeinde Haste den Bau einer Turnhalle und erwirbt dafür ein Grundstückes neben der Schule.
1969 beinhaltet die Diskussionen um die Bildung einer Samtgemeinde in Nordschaumburg auch die Aufteilung der Schulen.
1969 steht die Mittelpunktschule Haste zur Disposition.
1970 kommt Herr Helmut Jöstingmeier als Rektor an die Schule in Haste.
1970 betreut der neue Schulverbund die Schüler der Gemeinden Haste, Hohnhorst, Ohndorf und Rehren A/R.
1970 gehen die Klassen 1-2 sowie die Oberstufenklassen aller Orte nach Haste zur Schule.
1970 gehen die Klassen 3 nach Hohnhorst und Ohndorf und die Klassen 4 nach Rehren zur Schule.
1971 findet ein großes Schulfest mit Flohmarkt statt, bei dem auch alte Schulmöbel Noch Liebhaber finden.
1972 gibt es den ersten Spielkreis in Rehren als Ersatz für einen Kindergarten.
1972 wird Sportunterricht zeitweise in der Pausenhalle der Schule und in der alten Turnhalle in Hohnhorst abgehalten.
1973 besuchen 511 Kinder die vier Schulen des Schulverbundes.
1974 mit der Verwaltungsreform in Niedersachsen, fällt die Zuständigkeit für die Schule an die Samtgemeinde Nenndorf.
1976 kann neben der Schule die große Sporthalle und ein Schulsportplatz eingeweiht werden.
1978 erhält die Mittelpunktschule einen Erweiterungsbau und zusätzliche neue Klassenräume werden eingeweiht.
1979 wegen schlechter Witterungsverhältnisse fällt auf Beschluß der Bezirksregierung an vier Tagen der Unterricht aus.
1979 finden auf dem neuen Schulsportplatz erstmals Bundesjugendspiele statt.
1980 können die Schüler/innen theoretische und praktische Radfahrerprüfungen im Rahmen der Verkehrserziehung ablegen.
1983 besteht die neue Schule 25 Jahre, ein Anlass für das Schulfest.
1984 werden lehrreiche Waldjugendspiele mit den Kindern veranstaltet.
2002 wird der Schulhof gemeinsam mit Eltern und Förderverein gestaltet.

Quellen: aus den Aufzeichnungen der Lehrer in den Schulchroniken

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