Vereinsgeschichte

Gegründet wurde der jetzige Eisenbahnchor Haste von dem Gastwirt Heinrich Mensing im Jahre 1905, wobei sich zunächst 20 Mitglieder zu einem reinen Männergesangverein zusammenschlossen. Die ersten öffentliche Chorauftritte erfolgten im Jahre 1906. 1908 war die Mitgliederzahl auf 46 gestiegen.

Von 1914 bis 1919 ruhte die Vereinstätigkeit, lediglich 25 Sänger sicherten durch Beitragszahlungen die Existenz des Vereins. Es folgten Arbeitslosigkeit und Inflation. So erscheint im Beitragsbuch von 1923 eine phantastische Summe von 23.800,- Reichsmark als Jahresbeitrag von 27 Mitgliedern.

Die politischen Verhältnisse wechselten und die unheilvolle Wirkung der neuen Machthaber spürte auch der Männergesangverein. Nur durch seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender konnte Heinrich Bremer am 21.10.1933 auf einer außerordentlichen Generalversammlung die völlige Auflösung des Vereins verhindern.

Dennoch war der am 1.04.1937 getroffene Beschluss, die Vereinstätigkeit wieder ruhen zu lassen, unumgänglich, da Arbeits- und Wehrdienst und der folgende 2. Weltkrieg jeglichem kreativen und individuellen Vereinsleben die Grundlagen entzogen.

1949 lebte die Vereinstätigkeit wieder auf.

1953 erweiterte sich der Männergesangverein durch die Eingliederung des neu gegründeten Frauenchores und führte fortan die Bezeichnung Eisenbahn-Männergesangverein mit Frauenchor.

Vergessen waren die Sorgen der vergangenen Jahre; die Popularität wuchs und mit ihr die Mitgliederzahl. Bald zählte der Verein mehr als 100 Mitglieder.

1978 übernahm Hansjürgen Lemme die Chorleitung, und das Angebot an Chorstücken erreichte ein nicht für möglich gehaltenes Spektrum. Chorstücke mit neuen Dimensionen aber auch Schwierigkeitsgraden, häufig dazu fremdsprachig, wurde einstudiert und vorgetragen, zusammen mit dem Gemischten Chor Waltringhausen als Chorgemeinschaft Waltringhausen / Haste.

Ein herausragendes Ereignis war das 1988 im hannoverschen Kuppelsaal vor Repräsentanten aller europäischen Mitgliedstaaten als Chorgemeinschaft in deutscher, englischer und französischer Sprache vorgetragene “Europalied”.

1990 wurde das von Julius Rodenberg getextete Singspiel “Waldmüller Margret” von der Chorgemeinschaft anlässlich des 375. Gründungstages der Stadt Rodenberg aufgeführt, unterstützt durch ein hierzu eigens eingeladenes ungarisches Sinfonieorchester.

Weitere Darbietungshöhepunkte waren die 1991 anlässlich des 200. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart als Chorgemeinschaft zusammen mit Studenten der Schlaffhorst-Andersen-Schule vorgetragene “Krönungsmesse” und 1995 die “Deutsche Messe” von Franz Schubert sowie “Drei geistliche Gesänge” nach der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel.

Im Jahre 2001 nahm der sich zwischenzeitlich als Eisenbahnchor Haste bezeichnende Verein in Chorgemeinschaft mit dem Gemischten Chor Waltringhausen an dem 10. Internationalen Chorfest der Eisenbahnchöre in Trondheim / Norwegen teil.

Besonders enge Beziehungen pflegt die Chorgemeinschaft zum dem französischen Chor Doudeville-Accueil. Dieser Chor war hier zur Expo im Jahre 2000 zu Gast; zusammen mit der Chorgemeinschaft wurde das Publikum im französischen Pavillon durch Gesangsdarbietungen unterhalten.

Über Ostern war wiederum die Chorgemeinschaft Waltringhausen / Haste von dem französischen Chor Doudeville-Accueil in Doudeville eingeladen. Dort gaben alle drei Chöre in der gut besuchten Doudeviller Kirche vor aufmerksamen Zuhörern ein Konzert.

Der Eisenbahnchor Haste wurde am 13.02.1993 in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Stadthagen eingetragen und führt seitdem offiziell den Namen Eisenbahnchor Haste e.V..


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